22. Frühjahrsakademie Sicherheitspolitik: Gewalt - Staatlichkeit - Demokratie - Frieden? Drucken

   
Thema:

22. Frühjahrsakademie Sicherheitspolitik

Gewalt - Staatlichkeit - Demokratie - Frieden? Neue Wege der Interventionsforschung

   
Kennziffer: 12-013
   
Termin: Sonntag, 11. März - Mittwoch, 21. März 2012
   
Ort: PfalzAkademie, Lambrecht und Brüssel
   
Partner: Center for Conflict Studies, Philipps-Universität Marburg
   
Förderung:

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Deutsche Stiftung Friedensforschung

 

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Bundeszentrale für politische Bildung

   
Zielgruppe: Die Akademie wendet sich vor allem an fortgeschrittene
Studierende sowie an Doktoranden und andere beruflich am Thema Interessierte
   
Ihr Beitrag: Euro 345 (Übernachtung im DZ)/Euro 690 (Übernachtung im EZ)
   
Anmeldung: Anmeldung senden Sie bitte bis zum 31. Januar 2012 an Prof. Dr. Berthold Meyer, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
   
Beschreibung: In den vergangenen Jahrzehnten wurde - oft unter dem Vorzeichen einer „Humanitären Intervention" - von Einzelstaaten und Staatenbündnissen, mal mit und mal ohne Legitimation der UNO, in zahlreiche Konflikte eingegriffen. Dabei ging es manchmal darum, Gewalt zwischen Bevölkerungsteilen oder von Seiten einer autoritären Regierung gegen die eigene Bevölkerung zu verhindern. Manchmal sollte auch ein fragiler Staat (wieder) funktionsfähig gemacht werden, wobei gleichzeitig Demokratie und Frieden hergestellt werden sollten. Die Erfolgsbilanzen derartiger Versuche fallen gemischt aus: Gewalt konnte manchmal unterbunden werden. Staatlichkeit nach den Vorstellungen der Intervenierenden stieß hingegen des Öfteren auf wenig Verständnis bei den Betroffenen. Demokratie und Frieden scheinen Ziele zu sein, die einander eher im Wege stehen als ergänzen. Dennoch verändern Interventionen die Gesellschaften, in deren Alltag sie eingreifen, vor allem dann, wenn fremde Truppen und Zivilberater von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen längere Zeit im Lande bleiben.

 

Die 22. Frühjahrsakademie Sicherheitspolitik der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz und des Zentrums für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg befasst sich mit neuen Wegen der Interventionsforschung und geht dabei der Frage nach, wie möglichst schon vor den Entscheidungen über eine Einmischung darauf geachtet werden kann, dass über die Beendigung von Gewalthandlungen hinaus für den jeweiligen Fall angemessene politische und gesellschaftliche Organisationsformen gefördert werden können, die ein friedliches Zusammenleben dauerhaft ermöglichen. Sie bietet zu diesem Thema vom 11. bis 21. März 2012 Gelegenheit zur Diskussion und Information mit einer Vielzahl von Vorträgen, Podien und Begegnungen mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Militär.

 

Die Akademie wendet sich vor allem an Angehörige des wissenschaftlichen Nachwuchses, welche die Teilnahme mit der Vorbereitung eines eigenen Forschungsvorhabens (Masterarbeit, Dissertation etc.) verbinden möchte. Wer ein benotetes Zertifikat verbunden mit 6 ECTS-Punkten erhalten möchte, sollte dafür eine Ausarbeitung zu einem der Themen der Akademie verfassen. Die Veranstaltung findet während der ersten Woche in der PfalzAkademie in Lambrecht/Pfalz statt und schließt mit einer dreitägigen Exkursion zu für das Thema relevanten internationalen Institutionen nach Brüssel.

 

Der Teilnahmebeitrag von 345 Euro umfasst die Kosten für das Vorbereitungsmaterial und die Lehrveranstaltungen sowie für Übernachtung und volle Verpflegung im Doppelzimmer (im Einzelzimmer 690 Euro) einschließlich der Reise nach Brüssel.

 
Materialien: Literaturempfehlungen zu den Sitzungen finden Sie hier
   
   
Programm ( pdf)

Sonntag 11.3.

 

Anreise zur Pfalzakademie Lambrecht bis 12.30

14.30

Begrüßung und Vorstellungsrunde

 

 

16.00-18.30

 

Teil I: Grundlagen

1. Prekäre Staatlichkeit - eine Herausforderung für das 21. Jahrhundert

Prof. Dr. Hanns W. Maull (Uni Trier)

   

19.30

Konstituierung der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der Exkursion

 

 


Montag 12.3.

9.00-10.30

2. Gewalt und Staatszerfall

Dr. Daniel Lambach (INEF, Uni Duisburg-Essen)

   

10.30-11.00

Pause

   

11.00-12.30

3. Ethische Aspekte humanitärer Interventionen

Prof. Dr. Berthold Meyer (Uni Marburg)

   

12.30-15.00

Mittagspause

   

15.00-18.30

4. Humanitarian Interventions: Lessons from Somalia to Libya

Jon Western, PhD (Mount Holyoke College,South Hadley, Massachusetts)

   

19.30

Fortsetzung der Arbeitsgruppen

 

 

Dienstag 13.3.

9.00-10.30

Teil II: Strategien und Akteure

1. Konzepte des Rechtsstaatsexports

Dr. Leopold von Carlowitz, Zentrum für Internationale Friedenseinsätze ZIF Berlin

   

10.30-11.00

Pause

   

11.00-12.30

2. Konzepte für Disarmament, Demobilisation, Democratisation and Reintegration

Dr. Simone Wisotzki (HSFK, Frankfurt)

   

12.30-15.00

Mittagspause

   

15.00-16.30

3. Die UNO - Wächter? Initiator? Getriebener? Wer entscheidet über welche Art von Interventionen?

Prof. Dr. Johannes Varwick (Uni Erlangen-Nürnberg)

   

16.30-17.00

Pause

   

17.00-18.30

4. Unmanned - Unmatched? Die postdemokratische militärische Interventionspolitik der Obama-Administration
Prof. Dr. Sebastian Harnisch (Uni Heidelberg)

   

19.30

Bericht der Arbeitsgruppen

 

 

Mittwoch 14.3.

9.00-10.30

5. Transitional Justice als Strategie internationaler Akteure

Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel (Uni Marburg)

   

10.30-11.00

Pause

   

11.00-12.30

6. Externe Demokratieförderung zwischen einheitlicher Rhetorik und vielfältiger Praxis

Dr. Jonas Wolff (HSFK Frankfurt)

   

12.30-15.00

Mittagspause

   

15.00-18.30

Zeit zur Nachbereitung

   

Abends

Zeit für Beiträge aus dem TeilnehmerInnenkreis

 

 

Donnerstag 15.3.

 
9.00-12.30

7. "Local ownership, power relations and the intercultural dimension of peace building projects" (mit Arbeitsgruppen)

Dr. des. Hannah Reich (Berghof Conflict Research, Berlin)

   
12.30-15.00  Mittagspause
   

15.00-18.30

Teil III: Bilanzen gemischten Erfolgs

1. Interventionsziel Security Sector Reform - Diskussion am Beispiel Afghanistan

Dr. Florian Kühn (Helmut Schmidt Universität Hamburg)

Dr. Markus Ritter (Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern)

   

20.00

Weinprobe

 

 

Freitag 16.3.

9.00-10.30

2. Präsidentenstürze, Bürgerkriege, überlebende Monarchen - Die „Arabische Revolte" nach einem Jahr

Dr. André Bank (GIGA Hamburg)

   

11.00-12.30

3. Gewalt in Syrien und das Engagement der Arabischen Liga

Dr. André Bank (GIGA Hamburg)

   

12.30-14.00

Mittagspause

   

14.00-16.00

4. Völkerrecht im Wandel: Vom Gebot der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten zur responsibility to protect

Prof. Dr. Thilo Marauhn (Uni Gießen)

   

16.30-18.30

5. Deutschland und der Fall Libyen - ein außenpolitisches Desaster?

Prof. Dr. Berthold Meyer (Uni Marburg)

   

Abends

Filmvorführung

 

 

Samstag 17.3.

9.00-10.30

4. Interventionsgesellschaften und Interventionskultur am Beispiel Kosovo

Werner Distler M.A. (Uni Marburg)

   

10.30-11.00

Pause

   

11.00-12.30

5. Transitional Justice in Sierra Leone

Anne Menzel M.A. (FU Berlin)

   

12.30-15.00

Mittagspause

   

15.00-18.00

6. Bosnien und Herzegovina 16 Jahre nach Dayton

mit Arbeitsgruppen

Dr. Thorsten Gromes (HSFK Frankfurt)

   

19.30

Frei zur Klausurvorbereitung

 

 

Sonntag 18.3.

10.00-12.30

Entscheidungsspiel über einen Interventionsbeschluss im UN-Sicherheitsrat

Prof. Dr. Berthold Meyer (Uni Marburg)

   

12.30-14.00

Mittagspause

   

14.00-16.00

Fortsetzung des Entscheidungsspiels

 

 

Montag 19.3.

vormittags

Fahrt zur Exkursion nach Brüssel

   

nachmittags

Zur freien Verfügung

   

abends

Abendessen mit Dinner speech

   

Dienstag 20.3.

vormittags

Begegnung mit 2 Vertretern der NATO

   

nachmittags

Begegnung mit 2 Vertretern des EU Liaison Office Peacebuilding

   

abends

Abschiedsfest

   

Mittwoch 21.3.

8.30

Rückreise nach Lambrecht