Willkommen in Rheinland-Pfalz! - Unsere Nachbarn aus Amerika

Konzept

Das rheinland-pfälzische Ministerium des Innern und für Sport (MDI) hat im Jahr 2014 und 2015 das Projekt "Willkommen in Rheinland-Pfalz - Unsere Nachbarn aus Amerika" in elf Gemeinden durchgeführt. (Baumholder, Herforst, Spangdahlem, Binsfeld, Neunkirchen am Potzberg, Oberstaufenbach, Ramstein-Miesenbach, Kottweiler-Schwanden, Hütschenhausen, Niedermohr, Steinwenden).

Ziel des Projekts ist es, freiwillige Angebote für die Einbindung von US-Bürgerinnen und US-Bürgern in das öffentliche Leben vor Ort zu schaffen. Durch die Bündelung des bereits vorhandenen Engagements, aber auch durch neue Ideen, die sich durch die Erkenntnisse aus einer 2014 und 2015 durchgeführten Umfrage ergeben, sollen für beide Seiten positive Effekte erzielt werden. Für die US-Familien soll über verbesserte Informationen bzgl. örtlicher und regionaler Angebote die Integration in und die Identifikation mit ihrem Wohnort gesteigert werden. Für die beteiligten Gemeinden ist neben positiven Effekten für ein positives und offenes deutsch-amerikanisches Gemeindeleben auch die Auslastung von örtlichen Vereinen, Nahversorgungs- und Dienstleistungsangeboten von Bedeutung.

Das Konzept der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz e.V. (AA) setzt an dieser vom MDI vorgesehenen Schnittstelle für die Fortführung und Weiterentwicklung der im Rahmen des Projekts "Willkommen in Rheinland-Pfalz! - Unsere Nachbarn aus Amerika" (WiR) gewonnenen Erkenntnisse an und unterstützt diese in angemessenem Maße in dessen Kernbereichen. Hierdurch soll mit möglichst geringem Mittelaufwand eine möglichst effektive Verstetigung der bisherigen Ansätze sowie eine Aufarbeitung weiterführender Erkenntnisse aus dem Projekt vorangetrieben werden. In diesem Zusammenhang werden die vom MDI als Schlüsselfaktoren identifizierten Bereiche als Aktivitätsfelder für das Folgeprojekt WiR aufgegriffen.

Beratung und Unterstützung eigenständiger kommunaler Prozesse

Im Rahmen des Folgeprojekts WiR wird die AA den bisherigen Projektgemeinden weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, um die Fortführung der in den Gemeinden angestoßenen Aktivitäten zu unterstützen.

Auf Basis des vom MDI erstellten Best-Practice Leitfadens wird eine Beratung für den Aufbau vergleichbarer Strukturen und Ansätze in weiteren Gemeinden angeboten. Hierbei arbeiten die Gemeinden -- dem Projektgrundsatz folgend -- unabhängig und weitgehend eigenständig, werden jedoch zu Beginn in einem Workshop auf diesen Aufbau- und Entwicklungsprozess vorbereitet und bei Bedarf auch während der weiteren Phasen beraten.

Aufbau und Pflege internetbasierter Angebote

Die Bedeutung digitaler Information und Kommunikation für die Nutzung lokaler und regionaler Angebote durch US-Familien ist eine Kernerkenntnis des Projekts WiR. Aus diesem Grund sieht das Folgeprojekt den Aufbau und die nachfolgende Betreuung einer Internetplattform vor, die es US-Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglichen soll, aktuelle Informationen über Angebote in ihrem Wohnort bzw. auch in der Region gebündelt und in englischer Sprache einzuholen.

Des Weiteren wird eine digitale Interaktivität zu diesem Themenbereich für US-Nutzer über die Verwendung sozialer Medien (z.B. Facebook, Twitter) eingerichtet und betreut.

Aufbau eines deutsch-amerikanischen Amerika-Netzwerkes

Auch wenn der Aufbau der Plattform zunächst projektbezogen auf die teilnehmenden Gemeinden erfolgt, ist eine Kontaktaufnahme mit wichtigen weiteren Akteuren im deutsch-amerikanischen Kontext vorgesehen, um Irritationen zu vermeiden und ggf. über Verlinkungen ein möglichst informatives Orientierungsnetzwerk über weitere Angebote auf der vorgesehenen WiR-Plattform anbieten zu können.
In diesem Zusammenhang ist der Aufbau eines losen Amerika-Netzwerkes für Rheinland-Pfalz vorgesehen, in dem nach Möglichkeit alle relevanten institutionalisierten Akteure eingebunden werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Alle genannten Tätigkeitsfelder werden zudem im Rahmen einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit betreut, um die Außenwahrnehmung der vorgesehenen Aktivitäten sowohl in regionalen deutschen als auch in US-Militärmedien und sozialen Netzwerken zu gewährleisten.