26-1015
Dr. Janika Kuge, Goethe Universität Frankfurt
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 12.00 - 13.00 Uhr
Online via ClickMeeting.
Deutsch
Die restriktive Einwanderungspolitik der Trump-Administration wird nicht nur durch den Bau von Mauern, verkürzte Aufenthaltsrechte für Personen mit Visum oder die zunehmenden Einreiseverbote für Menschen aus bestimmten Ländern sichtbar. Seit 2015 dominiert die an Macht ständig dazugewinnende Polizeibehörde für Immigrations and Custom Enforcement (ICE) den Diskurs und sorgt durch ihr gewaltvolles, bisweilen brachiales und hochgradig intransparentes Auftreten für Angst und Wut innerhalb der Bevölkerung und Kritik seitens zahlreicher Institutionen jenseits der Regierung.
Doch überall in den USA stellen sich sogenannte „Sanctuary Jurisdiktionen“, also Städte, Counties, Firmen, Polizeistationen und einige Staaten dem auf kreative Weise entgegen. Diese Jurisdiktionen haben legale Wege gefunden, die durch individuelle Regelungen die polizeiliche Migrationsarbeit einschränken und dadurch Abschiebungen verhindern. Woher kommen diese Politiken? Und welche Rolle spielen diese subnationalen Instrumente des Widerstands in der zweiten Trump-Administration? Dr. Janika Kuge beleuchtet in ihrem Vortrag die ambivalente Rolle dieser Instrumente und zeigt auf, welche Dynamiken und Akteure hier eine entscheidende Rolle spielen.
Die Veranstaltungen der Reihe Trump 2.0 – Was passiert in den USA? beschäftigen sich mit den Auswirkungen der zweiten Amtszeit von Donald Trump innerhalb und außerhalb der USA.