26-0917
Dr. Dominik Tolksdorf
Donnerstag, 17. September 2026, 12.00 - 13.00 Uhr
Online via ClickMeeting.
Deutsch
Die Bundesregierung versucht, die Verteidigungsfähigkeit schnell auszubauen – und bleibt dabei in Schlüsselbereichen auf US-Rüstungsgüter angewiesen. Doch Produktionsengpässe in den USA, Prioritätenwechsel in Washington und die Möglichkeit, Rüstungsexporte als außenpolitisches Druckmittel einzusetzen, erhöhen die Risiken der Abhängigkeit. Der Vortrag analysiert, wie Deutschland und Europa neue Abhängigkeiten reduzieren, ihre sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit stärken und die transatlantische Partnerschaft auf eine ausgewogenere Grundlage stellen können.
Die Veranstaltungen der Reihe Trump 2.0 – Was passiert in den USA? beschäftigen sich mit den Auswirkungen der zweiten Amtszeit von Donald Trump innerhalb und außerhalb der USA.
ist freiberuflicher Politikwissenschaftler und lebt in Berlin. Er forscht, lehrt und berät zu den transatlantischen Beziehungen und deutscher Außen- und Sicherheitspolitik. Zudem ist er Associate Fellow bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und Senior Fellow beim Global Governance Institute in Brüssel. Zuvor hat er fast zehn Jahre in Washington, D. C. gearbeitet, darunter als Programmleiter für Außen- und Sicherheitspolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung, und als Transatlantic Fellow für Think tanks. Er hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Politikwissenschaft promoviert und ein Buch über die Politik der Europäischen Union gegenüber Bosnien und Herzegowina geschrieben.