DVPB-Seminar: America First vs. Europe First? Die NATO und die transatlantischen Beziehungen in der Ära Trump

Kennziffer:

26-0826

Termin:

Mittwoch, 26. August 2026

Ort:

Atlantische Akademie, Lauterstr. 2, 67657 Kaiserslautern sowie Air Base Ramstein

In Kooperation mit:

Deutsche Vereinigung für politische Bildung (DVPB) Rheinland-Pfalz

Zielgruppe:

Lehrerinnen und Lehrer

Ihr Beitrag:

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich bis zum 10. August 2026 über unser Online-Formular an.

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine förderungswürdige staatspolitische Bildungsveranstaltung gem. § 26 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Urlaubsverordnung.
Die Schulleitung bzw. Schulbehörde kann, wenn keine dienstlichen Gründe entgegenstehen, die Lehrkräfte danach beurlauben. Reisekosten können von den Veranstaltern leider nicht übernommen werden.

Beschreibung:

„NATO WASN'T THERE WHEN WE NEEDED THEM, AND THEY WON'T BE THERE IF WE NEED THEM AGAIN", schrieb Donald Trump am 6. April 2026 auf Truth Social.

Der Irankrieg ist die jüngste Krise in der seit 1949 bestehenden NATO. Konflikte gehören jedoch seit jeher zur Geschichte der transatlantischen Sicherheitsgemeinschaft. Ob NATO-Doppelbeschluss, Irakkrieg 2003 oder der Krieg in der Ukraine – stets war es das gemeinsame Wertegerüst aus Demokratie, Menschenrechten und Freihandel, das interne Konflikte bearbeitbar machte und zur Geschlossenheit des Bündnisses beitrug. Das Fundament bildet dabei Artikel 5, die Beistandspflicht nach dem Credo: Einer für alle, alle für einen.

Die erneute Wahl Trumps zum 47. Präsidenten hat wie bereits 2016 Zweifel an amerikanischen Sicherheitsgarantien geweckt. So haben die USA unter Trump 2.0 einen Handelskonflikt mit Europa entfacht, die Ukraine-Unterstützung zurückgefahren, einen Teilabzug aus Deutschland angekündigt, ohne Absprache militärisch gegen den Iran interveniert und europäische Partner für ihren Umgang mit rechten Parteien kritisiert. Zugleich hat die NATO eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des BIP vereinbart, während Europa intensiver denn je über eine gemeinsame Sicherheitspolitik diskutiert.

Welche Folgen Trumps Haltung für die NATO haben könnte, was die Politikwissenschaft dazu beiträgt und wie sich europäische und amerikanische Perspektiven auf die Weltordnung unterscheiden, diskutieren wir im Rahmen dieser Fortbildung mit Expert*innen in Kaiserslautern.

Referent:

Dr. Florian Böller

ist seit Oktober 2024 Senior Lecturer Political Science am HCA. Zuvor lehrte er Internationale Beziehungen an der RPTU Kaiserslautern-Landau (2019-2024) und war Postdoctoral Researcher am Graduiertenkolleg „Autorität & Vertrauen“ des HCA (2017-2019). Zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen die Politik in den USA, insbesondere Außen- und Sicherheitspolitik, transatlantische Beziehungen sowie die Rolle von Vertrauen in der internationalen Politik. Verschiedene Forschungsaufenthalte führten ihn in die USA, u.a. an die University of Wisconsin-Madison und ans Center for European Studies der Harvard University. Florian Böller studierte Politische Wissenschaft, Volkswirtschaftslehre sowie Geschichte an den Universitäten Heidelberg und Kopenhagen. Die Promotion in Politikwissenschaft erfolgte zum Verhältnis zwischen Präsident und Kongress in der US-Außenpolitik an der TU Kaiserslautern. Zu seinen jüngeren Publikationen zählen Aufsätze in internationalen Journals, darunter Contemporary Security Policy, Congress & the Presidency und British Journal for Politics and International Relations. Zuletzt erschien der Sammelband „Hegemonialer Wandel: Globale Wirtschafts- und Sicherheitsordnungen in der Ära Trump“, herausgegeben zusammen mit Welf Werner.

Dr. Marcus Müller

ist Studienrat am Frauenlob-Gymnasium Mainz und abgeordnete Lehrkraft für die Fachdidaktik Sozialkunde an der RPTU-Kaiserslautern-Landau. Seine Forschung zur amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik führten ihn mehrmals als Gastwissenschaftler in die USA, u.a. an die George Mason University und dem American-German-Institute der John Hopkins University. Die Promotion in Politikwissenschaft erfolgte zur demokratischen Kontrolle des Krieges den internationalen Terrorismus an der TU Kaiserslautern. Seine Publikationen umfassen fachwissenschaftliche, fachdidaktische und unterrichtspraktische Arbeiten. Jüngst erschien dazu im Bergmoser+Holler-Verlag eine Arbeit zum Völkerrecht im Themenfeld der Internationalen Beziehungen. 

Programm

Mittwoch, 26. August 2026

9.30 Uhr 
Abfahrt zur Air Base Ramstein

10.00 Uhr
Flugplatzbesichtigung

12.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
NATO und die transatlantischen Beziehungen
PD Dr. Florian Böller, Heidelberg Center for American Studies (HCA), Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

 

 

16.00 Uhr 
Das Thema im Unterricht - Umsetzung und Möglichkeiten
Dr. Marcus Müller, FL Gymnasium Mainz

17.00 Uhr
Abschlussdiskussion

17.15 Uhr 
Ende der Veranstaltung