Summer School 2026: American Disruption: Innenpolitische und globale Kipppunkte

Kennziffer:

26-0727

Termin:

Montag, 27. Juli bis Freitag, 31. Juli 2026

Ort:

PfalzAkademie, Franz-Hartmann-Straße 9, 67466 Lambrecht

Partner:

Politikwissenschaft, RPTU Kaiserslautern

gefördert durch:

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Zielgruppe:

Alle Interessierten, Studierende, Lehrkräfte

Leistungspunkte:

Interessierte Studierende können einen Leistungsschein über 5 ECTS-Punkte durch Lesen bereitgestellter Literatur, Teilnahme, Erstellen eines Wochenprotokolls sowie Schreiben einer 15-seitigen Hausarbeit bis zum 31.12.2026 erwerben.

Bitte klären Sie im Vorhinein an Ihrer Universität die Anerkennungsmodalitäten.

Ihr Beitrag:

Berufstätige: 
280,00 Euro im Einzelzimmer (EZ) mit Vollpension (Vp)
245,00 Euro im Doppelzimmer (DZ) mit Vp

Student*innen/Schüler*innen: 
145,00 Euro im DZ mit Vp

Early Bird bis 15. Juni 2026: 20 Euro Rabatt!

Mitglieder der Atlantischen Akademie erhalten auf den Normalpreis eine Ermäßigung von 10,00 Euro.

Anmeldung:

Anmeldungen zu unserer Summer School 2026 sind bis 6. Juli 2026 über unser Anmeldeformular möglich

Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist aus Platzgründen auf 38 Personen begrenzt!

Beschreibung:

250 Jahre nach der Gründung der Vereinigten Staaten steht das Land erneut an einem historischen Kipppunkt. Zwischen demokratischem Selbstverständnis, institutionellen Bruchstellen, gesellschaftlicher Polarisierung und globalem Machtanspruch stellt sich die Frage, wie belastbar das politische System der USA heute noch ist – und was das für Europa, Deutschland und die internationale Ordnung bedeutet.

Das fünftägige Seminar „American Disruption. Innenpolitische und globale Kipppunkte“ nimmt die USA in ihrer doppelten Rolle in den Blick: als demokratisches Versprechen und als Motor weltpolitischer Verwerfungen. Im Zentrum stehen die Verfassung und ihre Belastungsproben, die Resilienz demokratischer Institutionen in den USA und Deutschland, die Rolle des Föderalismus unter Trump 2.0 sowie die Entwicklung der Parteienlandschaft vor den Zwischenwahlen. Ein journalistischer Blick aus den USA beleuchtet zudem Oligarchisierung, mediale Dynamiken und neue Machtzentren.

Zugleich weitet das Seminar die Perspektive auf die internationalen Folgen amerikanischer Politik: von Zöllen, Staatsverschuldung und wirtschaftlicher Instabilität über imperialen Abenteuern in den Amerikas bis hin zu Konfliktlinien im Indo-Pazifik und im Nahen und Mittleren Osten. Auch transatlantische Beziehungen werden neu vermessen – zwischen Militär, Sicherheit, rechten Netzwerken und der Frage, ob die Verbindung zwischen Europa und den USA mehr ist als ein Bündnis der Macht. Nicht zuletzt geht es um die sicherheitspolitischen Konstellationen zwischen den USA, Europa, Russland und der Ukraine.

Ein Seminar für alle, die die USA nicht nur verstehen, sondern ihre gegenwärtige Disruption als Teil eines größeren globalen Umbruchs einordnen wollen.

Programmflyer:

Den aktuellen Programmflyer können Sie hier herunterladen.

Programm

Montag, 27. Juli 2026

14.00-14.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. David Sirakov, Sarah Wagner, M.A. und Dr. Steffen Hagemann

14.45-16.15 Uhr
250 Jahre Amerikanische Demokratie 
Historische Linien und gegenwärtige Herausforderungen
Prof. Dr. Volker Depkat, Universität Regensburg

16.45-18.15 Uhr
Verfassung im Stresstest
Institutionelle Spannungen im politischen System der USA
Prof. Dr. Christian Lammert, FU Berlin

20.00-21.30 Uhr
Pivot – Disruption – Impact
American musical streams
Klavierkonzert mit Jens Barnieck

Dienstag, 28. Juli 2026

9.00-10.30 Uhr
Das politische Beben in den USA  
Erfahrungen und Konsequenzen aus deutscher Perspektive
Prof. Dr. Christina Morina, Universität Bielefeld

11.00-12.30 Uhr
Vom Anti- zum Neo-Royalismus
Polarisierung, Populismus und die Rückkehr des Königsprinzips
Dr. David Sirakov, Atlantische Akademie

14.30-16.00 Uhr
The Last Bulwark?
The Role of Federalism under Trump 2.0 (in englischer Sprache)
Prof. Dr. Jared Sonnicksen, RWTH Aachen

16.30-18.00 Uhr
Panel: Blaue Welle, Rotes Comeback? 
Die Parteien unter Trump und vor den Zwischenwahlen
Constance Chucholowski, Candid Public Affairs & Dr. Philipp Adorf, Universität Bonn
Moderation: Sarah Wagner, M.A., Atlantische Akademie

19.00-20.15 Uhr
Die USA unter Trump
Ein journalistischer Blick aus den USA
Elmar Theveßen, ZDF, Washington, D.C. (digital)

Mittwoch, 29. Juli 2026

9.00-10.30 Uhr
China und die amerikanische Disruption
Systemrivalität, Machtverschiebung und die Neuordnung der internationalen Ordnung
N.N.

11.00-12.30 Uhr
Von Monroe zu Trump
Imperialer Isolationismus und die Amerikas
Prof. Dr. Luisa Feline Freier, FU Berlin

14.30-16.00 Uhr
Zwischen Zöllen, Staatsschulden und Instabilität
Die Handels- und Wirtschaftspolitik der Trump-Administration
Dr. Markus Jaeger, DGAP Berlin (digital)

16.30-18.00 Uhr
Zwischen Eskalation und Neuordnung
Die Zukunft Irans und die Sicherheit am Persischen Golf
Diba Mirzaei, GIGA Hamburg

19.00-20.15 Uhr
Rechte Netzwerke, neue Allianzen
Wie der transatlantische Raum unter politischen Druck gerät
Annett Meiritz, Handelsblatt (digital)

Donnerstag, 30. Juli 2026

9.00-14.00 Uhr
Kommentierter Besuch der Ramstein Air Base und des DocuCenter Ramstein
Das transatlantischste aller Bundesländer
Die US-Beziehungen in Rheinland-Pfalz

15.00-16.30 Uhr
250 Jahre Transatlantische Beziehungen
Mehr als nur Militär und Macht? 
Dr. Maximilian Klose, Universität Freiburg

17.00-18.30 Uhr
Transatlantische Militärbeziehungen in Zeiten globaler Bedrohungen
Oberst Michael Trautermann, Kommandeur des Landeskommando Rheinland-Pfalz

18.30-19.00 Uhr
Reflexionssitzung 
U.S. Air Base Tour und die US-Sicherheitspolitik

Freitag, 31. Juli 2026

9.00-10.30 Uhr
Die Ukraine, Europa und die USA
Russische Ziele und Interessen im fünften Kriegsjahr
Alexey Yusupov, FES Riga

11.00-12.30 Uhr
Zum Rückzug verdammt? 
Trends in der US-Außenpolitik und den transatlantischen Beziehungen
Dr. Tim Heinkelmann-Wild, LMU München

12.30-13.00 Uhr
Abschlussdiskussion und Abschluss

Änderungen vorbehalten!