22-086
Susan Neiman, Einstein Forum, Potsdam
Mittwoch, 20. Juli 2022, 19.15 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut Tübingen und im Livestream.
Deutsch
Eintritt frei, es gelten die aktuellen Corona-Auflagen.
Eine Registrierung ist nicht notwendig.
dem Netzwerk Deutsch-Amerikanischer Instituten und Zentren in der Reihe "Die Zukunft des transatlantischen (T)Raumes":
DAI Tübingen, Weltethos Institut, DAZ Stuttgart, DAI Saarland, DAI Nürnberg und Amerikazentrum Hamburg.
Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der USA in Berlin statt.
Deutschland als Vorbild? Susan Neiman vergleicht den deutschen und den amerikanischen Umgang mit dem Erbe der eigenen Geschichte und fragt: Wie können Gesellschaften mit dem Bösen der eigenen Geschichte umgehen? Lässt sich – politisch gesehen – etwas von den Deutschen lernen?
Als Susan Neiman, eine junge jüdische Amerikanerin, in den achtziger Jahren ausgerechnet nach Berlin zog, war das für viele in ihrem Umfeld nicht nachvollziehbar. Doch sie blieb in Berlin und erlebte hier, wie die Deutschen sich ernsthaft mit den eigenen Verbrechen auseinandersetzten: im Westen wie im Osten, wenn auch auf unterschiedliche Weise.
Als dann mit Donald Trump ein Mann Präsident der USA wurde, der dem Rassismus neuen Aufschwung verschaffte, beschloss sie, dorthin zurückzukehren, wo sie aufgewachsen war: in die amerikanischen Südstaaten, wo das Erbe der Sklaverei noch immer die Gegenwart bestimmt. Susan Neiman verknüpft persönliche Porträts mit philosophischer Reflexion und fragt: Wie sollten Gesellschaften mit dem Bösen der eigenen Geschichte umgehen?
1955 in Atlanta, Georgia, geboren, war Professorin für Philosophie an den Universitäten Yale und Tel Aviv, bevor sie im Jahr 2000 die Leitung des Einstein Forums in Potsdam übernahm. Von den Deutschen lernen erschien 2020 bei Hanser Berlin. Sie lebt in Berlin.