26-0506
Elaine V. Kelley, Embassy of the United States of America, Berlin
Mittwoch, 6. Mai 2026, 16.00-17.15 Uhr
RPTU, Campus Kaiserslautern, Geb. 57, Room 208/210 (Rotunde)
Deutsch und Englisch
Das transatlantische Verhältnis steht an einem Scheideweg. Da die Vereinigten Staaten die Hauptverantwortung für die europäische Verteidigung ausdrücklich auf ihre europäischen Verbündeten verlagern, ist das alte Modell sicherheitspolitischer Abhängigkeit vorbei. „Lastenverlagerung“ ist nicht länger eine theoretische Debatte — sie ist eine strategische Realität, die die NATO, die Verteidigungspolitik der EU und die Zukunft des atlantischen Bündnisses neu prägt.
Kommen Sie zu einer aktuellen Diskussion mit Elaine V. Kelley von der US-Botschaft darüber, was dieser tiefgreifende Wandel in der Praxis bedeutet: Wie kann Europa mehr Verantwortung übernehmen? Über welche Fähigkeiten verfügt es noch nicht? Und wie kann eine glaubwürdige, eigenständige europäische Verteidigungssäule aussehen — ohne sich von Washington abzukoppeln?

ist stellvertretende Leiterin der Abteilung für politisch-militärische Angelegenheiten an der US-Botschaft in Berlin. Zuvor war sie von 2022 bis 2023 als Transatlantic Diplomatic Fellow im Ukraine-Referat und im Amerika-Referat des Auswärtigen Amts tätig. Zuvor arbeitete Kelley im Deutschland-Referat und im Operations Center des US-Außenministeriums in Washington sowie an den Botschaften in der Dominikanischen Republik und in der Tschechischen Republik; hinzu kamen zwei kürzere Einsätze in der Ukraine.
Seit 2013 gehört Kelley dem diplomatischen Dienst der USA als Career Foreign Service Officer an und war zuvor bei der Federal Emergency Management Agency (FEMA) tätig. Sie erwarb an der Virginia Commonwealth University zwei Bachelorabschlüsse in Politikwissenschaft und Germanistik sowie einen Master in German and European Studies an der Georgetown University. Außerdem studierte sie ein Semester an der Universität Trier.