26-1001
Dr. Julia Simon, Universität Bremen
Donnerstag, 1. Oktober 2026, 12.00 - 13.00 Uhr
Online via ClickMeeting.
Deutsch
Die Zwischenwahlen am 3. November werden nicht nur in den USA mit Spannung erwartet. Doch liegt die Aufmerksamkeit in diesem Jahr nicht nur auf den Kandidierenden und den Themen, sondern auch auf den Prozessen und Strukturen des Wahlsystems. Wie frei und gerecht werden diese Wahlen durchgeführt werden können angesichts einer Ausweitung der präsidentiellen Macht und Druckausübung auf die einzelnen Staaten und deren Wahlsystem? Welche Rolle spielen präsidentielle Anordnungen, Entscheidungen des Supreme Courts und Gesetzesentwürfe im Kongress? Wie es um das amerikanische Wahlrecht und somit auch um die amerikanische Demokratie bestellt ist, wird dieser Vortrag analysieren.
Die Veranstaltungen der Reihe Trump 2.0 – Was passiert in den USA? beschäftigen sich mit den Auswirkungen der zweiten Amtszeit von Donald Trump innerhalb und außerhalb der USA.

ist Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen und ist Lehrbeauftragte am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin, wo sie im Wintersemester 2024/2025 auch als Gastprofessorin tätig war. Zuvor lehrte und forschte sie an der Leibniz Universität Hannover und der Helmut Schmidt Universität Hamburg und forschte als Gastwissenschaftlerin an der University of California, Berkeley. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Autokratisierungsprozesse und „democratic backsliding" in den USA und Europa sowie Konspirazismus, Anti-Intellektualismus und Metapolitik in der radikalen und extremistischen Rechten im transatlantischen Raum. Aktive Begrenzungen der Zugehörigkeit zur Gesellschaft durch Wahlrechtsreformen, Wahlleugnung („election denialism“) und Reinterpretationen von Staatsbürgerschaft sind in diesem Kontext aktuell besonders relevant.