Seminar: Mythos Kanada. Die Musik des anderen Amerika

Projektnr.:

26-1127

Datum:

Freitag, 27. November - Samstag, 28. November

Ort:

Fridtjof-Nansen-Akademie, Fridtjof-Nansen-Platz 3, 55218 Ingelheim am Rhein

Zielgruppe:

alle Interessierten

Ihr Beitrag:

Erwachsene: 75,-€ mit Übernachtung; 50,-€ ohne Übernachtung

Jugendliche und Studierende: 50,-€ mit Übernachtung; 25,-€ ohne Übernachtung

Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. Einzelzimmerzuschlag: 30,-€

Anmeldung:

Sie können sich für die Veranstaltung hier anmelden.

Das komplette Programm können Sie hier einsehen.

In Kooperation mit:

Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung
Hessische Landeszentrale für politische Bildung

Beschreibung:

Territorial gesehen nimmt Kanada den größeren Teil des nordamerikanischen Kontinents ein, doch in seiner politischen Bedeutung und in seiner globalen Wahrnehmung steht es immer hinter den USA zurück. Dennoch spielt es für viele Menschen eine große Rolle, die im globalen Vergleich nach einem guten Lebensort suchen. Im diesjährigen Seminar unserer Reihe „Politik und Musik“ erkunden wir das Wechselspiel von Musik, Politik und nationalen Erzählungen im kanadischen Kontext. Anhand ausgewählter Musikerinnen und Musiker betrachten wir nicht nur deren künstlerische Bedeutung, sondern auch ihre Rolle als politische Stimmen, die gesellschaftliche Themen aufgreifen und prägen. Dabei fragen wir, ob Kanada tatsächlich als Gegenentwurf zu den USA verstanden werden kann oder ob es sich hierbei um ein idealisiertes Bild handelt, das die komplexe Realität verkennt. Wir verfolgen die historische Entstehung dieses Mythos, der Kanada als Zufluchtsort und alternative Heimat erscheinen lässt, und analysieren, warum gerade hier für viele eine andere oder vermeintlich gelungenere Form des amerikanischen Traums sichtbar wird. Das Seminar verbindet musikgeschichtliche Einblicke mit politischer Analyse und eröffnet so eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie sehr nationale Identität und kulturelle Selbstwahrnehmung durch Musik geprägt und inszeniert werden.

Die Reihe „Politik und Musik“ nutzt Kulturgeschichte als Spiegel von Sozialgeschichte und der ihr innewohnenden politischen Kultur. Dem Thema und der Musik wird sich das Seminar – wie üblich in unserer Reihe - dabei sowohl von einer politisch-musik­ethnologischen wie von einer praktischen Seite her nähern.

Programm

Freitag, 27.11.2026

14.30-15.00 Uhr
Musikalischer Einstieg,
Einführung und Klärung der Erwartungen
Steffen Huther & Veranstalter

15.00-16.30 Uhr
Das ‚nicere‘ Nordamerika? Ein zeitgenössischer Blick auf Kanadas nationale Mythen
Prof. Dr. Stefanie Schäfer, Professorin für amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft
Universität Mannheim

16.30 Uhr
Pause

17.00-17.15 Uhr
Musikalisches Zwischenspiel
Steffen Huther

17.15-19.00 Uhr
Musik & Migration: Britische, irische und französische Besiedlung Kanadas und ihr musikalisches Erbe
Dr. Florian Pfeil, Leiter Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung, Ingelheim

19.00 Uhr
Abendessen

Samstag, 28.11.2026

9.00-10.30 Uhr
Canadian Americana. Zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Entwicklung der Populärmusik in den beiden nordamerikanischen Staaten
Thomas Waldherr, M.A., Politikwissenschaftler & Musikjournalist, Bickenbach

10.30 Uhr
Pause

11.00-12.30 Uhr
Rumours of Glory. Der kanadische Singer-Songwriter Bruce Cockburn – ein Portrait
Andreas Kreiner-Wolf, M.A., Stellv. Leiter Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung, Ingelheim

12.30 Uhr
Mittagessen

13.30-16.00 Uhr

Workshop I:
Praxisworkshop – Kanadische Musik erarbeiten und spielen
Steffen Huther

Workshop II:
Politik & Musik in Texten
Florian Pfeil & Thomas Waldherr

16.00-16.30 Uhr
Ergebnissammlung der Workshops, Abschlussevaluation und musikalischer Ausklang des Seminars